Selektive Photo-Thermolyse

Ziel der selektiven Photothermolyse ist die gezielte thermische Zerstörung bestimmter Gewebestrukturen ohne Beeinträchtigung des unmittelbar, umgebenden Gewebes. Dieser Effekt wird durch die genaue Abstimmung der Laserparameter mit der Wirkung auf die Zielstruktur erreicht. Das System muss folgende Voraussetzungen erfüllen:

  1. Wellenlänge – Das Licht des IPL/Lasers muss optimal von dem sogenannten Zielchromophor absorbiert (aufgenommen) werden, damit sich genügend Hitze für dessen Zerstörung bildet. Im Falle eines Haares handelt es sich bei dem Zielchromophor um Melanin (Hautfarbstoff). Es ist eine Wellenlänge zu wählen, die ausschließlich von Melanin und nicht etwa von anderen Chromophoren wie z. B. Wasser absorbiert wird und diese zerstört.
  2. Energiedichte – Damit die Wärmeentwicklung ausreicht, muss die Energiedichte, d. h. die Intensität der Energie, die auf eine bestimmte Fläche wirkt, an die Größe der Zielstruktur angepasst werden. Je größer diese ist, desto größer muss auch die Energiedichte sein.
  3. Impulsdauer – Die Impulsdauer bezeichnet die kurze Zeitspanne in der das Zielgewebe erhitzt wird. Sie ist von besonderer Bedeutung für die Selektivität des IPL/Lasers: Die Impulsdauer muss unter der sogenannten thermischen Relaxationszeit liegen. Es handelt sich dabei um die Zeit, die das Zielgewebe benötigt, um die erzeugte Wärme wieder an die Umgebung weiterzuleiten. Nur, wenn die Wärmeleitung auf Grund der kurzen Impulsdauer nicht erfolgen kann, wird das Gewebe selektiv zerstört.

 

In einer einzelnen Behandlung können niemals alle unerwünschten Haare entfernt werden. Haare wachsen in Zyklen, ein der größere Teil der Haare ruht (telogene Phase), nur ein Teil befindet sich im Wachstum (anagene Phase).

Grundsätzlich können durch Photoepilation nur die Haare in der anagenen Phase entfernt werden. Deren Anteil ist über den Körper verteilt unterschiedlich und beträgt zwischen 10% und etwa 50% der gesamten Haare in einer Region. Auch die Wachstumsdauern in den einzelnen Phasen sind unterschiedlich je nach Region, diese Perioden betragen zwischen 4 und 24 Wochen. Je nach Körperregion sind deshalb durchschnittlich 4 bis 8 Behandlungen erforderlich.

Zwischen den einzelnen Sitzungen sollte zudem eine Pause von etwa 4 Wochen bei Behandlungen im Kopfbereich, mindestens 6 bis 12 Wochen und länger am Körper liegen. Das alles hat nichts mit den eingesetzten Geräten zu tun, sondern liegt allein in der Physiologie des menschlichen Haarwuchses begründet.

Nach der Photoepilation besteht keine Ausfallzeit. Eingeschränkt werden müssen Besuche im Solarium bzw. natürliche Sonnenbäder für etwa 3 Wochen vor und nach jeder Behandlung.

Gerne informieren wir Sie in einem persönlichen Beratungsgespräch über den Behandlungsablauf, die optimalen Methoden und die jeweiligen Kosten.

 

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